WWW Team

Tatort Uni: World Wide Web am FB Informatik der TU Berlin


Warum Firmen wie Facebook und Google nicht in Europa gegründet wurden und wie hausberufene Autologisten Wissenschaft per Fallunterschied vereinsmaiernd verkrusten.
Gewidmet Peter Pepper, Wilhelm Köhler und Stefan Jähnichen, denen bis heute Studierende ausgeliefert sind.

Eine Dokumentation von Benedikt Homann, Erhard Konrad, Babette Lehmann, Ulrike Reiner, Josef Willenborg


1.Vorbemerkungen

Das WWW-Projekt am Fachbereich Informatik wurde durch eine studentische Initiative ins Leben gerufen. Sie bot 1992 die ersten Hypertexte lokal an, so z.B. die Studien- und Forschungsführer und die allererste Deutschlandseite und den Bibliothekenindex.

 Anfang November 1993 erfolgte die Installation des ersten WWW-Servers an der TU Berlin auf dem WBS-Rechner python.cs.tu-berlin.de, Port 2784 (Arbeitsplatzrechner von Ulrike Reiner), der Ende November durch Eintrag des Rechnerbetriebs den Aliasnamen www.cs.tu-berlin.de bekam. Der Name www ist seit dem 9. November 1993 zugleich die Benutzerkennung des Studenten Benedikt Homann: Ihm gehört seither der Bereich www, der durch Paßwort geschützt ist. Im Februar 1994 fand der offizielle Port 80 Eintragung in /etc/services. Im August 1994 zog der WWW-Server von python.cs.tu-berlin.de (Sun4/25, SunOS4.1.3) auf den FTP-Server quepasa.cs.tu-berlin.de (Fachbereichsrechner: Sun4/330, SunOS4.1.3). Rechtsverhältnisse wurden durch den Umzug nicht geändert.

 Im Mai 1994 konstituierte sich das WWW-Team (Babette Lehmann, Benedikt Homann, Josef Willenborg und Ulrike Reiner). Im August 1994 kam Roman Czyborra hinzu.

Arbeitsleistungen des WWW-Teams:

Das WWW-Informationssystem (WWW-IS) wird vom WWW-Team unter der fachlichen Leitung von Prof. Konrad aufgebaut. Alle Rechte werden vorbehalten.

2. Die Eingriffe am 3. Juli 1995

Die Kontrolle über den Informationsbestand des WWW-Informationssystems (WWW-IS) wird verloren. Eine neue Homepage ziert seitdem den Informationsbestand auf dem WWW-Server des WWW-Teams: www.cs.tu-berlin.de

Am 3. Juli 1995 wurden im Dokumentenverzeichnis des WWW-IS, welches durch ein geheimes Paßwort gegen Zugriffe unberechtigter Personen gesichert ist, Daten verändert. Die Änderungen in diesem Bereich, der dem Fachgebiet WBS zugeordnet ist, geschahen ohne Einwilligung des Paßwortinhabers Benedikt Homann (Bruch des Paßwortschutzes). Der Eingriff wurde weder angekündigt noch abgesprochen. Seit dem 3. Juli werden laufend Änderungen der genannten Art vorgenommen. Bitten an den Rechnerbetrieb und den Dekan (3. Juli, 4. Juli, 14. Juli, 3. August, 12. August), die Konfiguration vom 2. Juli wiederherzustellen, haben keinen Erfolg gehabt. In einer Sitzung des FBR 13 am 23. August 1995 hat der Dekan erklärt, er habe dem Rechnerbetrieb die Anweisung für die Datenänderungen gegeben. Der FBR 13 hat eine Entscheidung in dieser Angelegenheit aufgeschoben bis Übergangsregelungen vorliegen.

 Die o.g. Werkentstellung hat u.a. zum Ergebnis, daß man seit dem 3. Juli statt der FB 13-Eingangsseite des WWW-Teams eine neue Eingangsseite vorfindet, für die ein Webmaster verantwortlich zeichnet. Im Impressum wird nur der Dekan genannt, mit Verweis auf Prof. Peter Pepper (heute Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik). Die unbefangene Leserin oder der unbefangene Leser, die/der das WWW-Hypertextbuch des Fachbereichs Informatik auswählt und sich im Impressum informiert, muß davon ausgehen, daß Dekan und Webmaster die Autoren des (nichtlinearen) Buches sind (Plagiat). Zudem muß beachtet werden, daß die neue Eingangsseite eine modifizierte Version der alten Eingangsseite ist: Der Webmaster hat quasi das Inhaltsverzeichnis zu einem Buch, das andere geschrieben haben, etwas modifiziert (Plagiat). Im übrigen ist die neue Eingangsseite wegen fehlender Attributierung und Volltextsuche ein deutlicher Rückschritt gegenüber der Eingangsseite des WWW-Teams (Werkentstellung).

 Was die Forschung angeht: Durch den Eingriff vom 3. Juli 1995 wird die Forschungsfreiheit beeinträchtigt. Dazu gehören Wahl der Fragestellung, Methode und Bewertung. Die partizipative Systemgestaltung z.B. kann nicht fortgeführt werden, weil die Rückmeldungen der Benutzer an den Webmaster geschickt werden. Ferner kann die Taxonomie nur sehr begrenzt weiterentwickelt werden, da der Webmaster die oberste Begriffsebene, die vor dem Eingriff am 3. Juli dem Fachgebiet WBS zugeordnet war, im Dokumentenverzeichnis blockiert (eingeschränkter Zugang zum Werk und Behinderung der Weiterentwicklung).

 Seit dem 3. Juli ist der Arbeitsfrieden im WWW-Projekt beeinträchtigt. Es muß u.a. viel Zeit für die Sicherstellung von Arbeitsergebnissen aufgewendet werden.

3. Die Eingriffe am 9. Oktober 1995

Durch die Maßnahmen wurde der durch den am 3.7.95 erfolgte Eingriff in das WWW-Informationssystem weiter verschärft. Es wurde keine Trennung der beiden WWW-Server am Fachbereich durchgeführt, sondern im Gegenteil benutzt der neue WWW-Server (mit dem durch Wegnahme gewonnenen Namen www.cs.tu-berlin.de) ohne vorherige Absprache mit dem WWW-Team den persönlichen Bereich von Benedikt Homann (/home/www/doc), in dem seit dem 3.7.95 ein Mitglied des Rechnerbetriebs rechtswidrig Datenveränderungen durchfuehrt.
Es wird erreicht, dass alle von Benutzern gesetzten Verweise auf den bisherigen WWW-Server des WWW-Teams (vorher eben auch der Name www.cs.tu-berlin.de) weiterhin ihr Ziel erreichen, ohne daß die Benutzer merken, dass es sich um einen neuen WWW-Server handelt (bewusste Irrefuehrung der Benutzer, Plagiat). Weiterhin werden die durchschnittlich 50000 Zugriffe pro Tag auf den WWW-Server des WWW-Teams nun auf den neuen WWW-Server umgeleitet und dort als Zugriffe festgehalten. Der vom WWW-Team aufgebaute WWW-Server ist praktisch nutzlos. Weiterhin kann auf dem WWW-Servers des WWW-Teams nicht mehr festgestellt werden, von woher die bisherigen Anfragen kommen.

4. Die Eingriffe am 18. Oktober 1995

5. Die Eingriffe am 15. Dezember

6. Eingriffe am 10. Januar 1996

Zensurmaßnahme: Der Satz: "stalinistische Manipulation demokratisch gewählter Gremien" auf einer Seite von Roman Czyborra, einem Mitarbeiter im Rechnerbetrieb des FB Informatik, wird vom Rechnerbetrieb zum Anlaß genommen, den gesamten Bereich von ihm durch Superusereingriff zu sperren. Inzwischen kann Roman Czyborra seinen Bereich wieder benutzen, die Seite bleibt jedoch weiterhin gesperrt.
Um auch weiterhin den Zugriff zu ermöglichen, hat Roman Czyborra die Seite bei einem Provider abgelegt. Sie kann dort unter: http://www.snafu.de/~oma/streitursachen.html abgerufen werden.

7. Eingriffe am 12. Januar 1996

Am 12. Januar gelangte uns zur Kenntnis, daß im Unix-Verzeichnis /usr/www, das durch ein geheimes Passwort geschützt ist, Daten per Superusereingriff verändert wurden. Die Änderungen in diesem Bereich geschahen ohne Einwilligung des Passwortinhabers Benedikt Homann. Der Eingriff wurde weder angekündigt noch abgesprochen. Im Verzeichnis /usr/www wurden bis dahin Anwendersoftware (/usr/www/bin), Konfigurationsdateien (/usr/www/conf) und Hilfs/Dokumentationstexte (/usr/www/ht und /usr/www/man) vom WWW-Team verwaltet (ein Umfang von ca. 182 MB). Die Benutzerrechte lagen bei den Personen: Roman Czyborra (czyborra) und Benedikt Homann (bene und www), die Gruppenrechte bei Benedikt Homann (www). Am 12. Januar wurden per Superusereingriff im Verzeichnis /usr/www in allen Dateien und Unterverzeichnissen die Benutzer- und Gruppenrechte auf den Superuser (root) übertragen.

8. Eingriffe am 18. Januar 1996

Die Konfiguration des WWW-Informationssystems wird so verändert, daß die Dokumentation des WWW-Informationssystems für die Benutzer (unter der Adresse http://www.cs.tu-berlin.de/www/) nicht mehr verfügbar ist.

8. Androhung eines Eingriffs am 13. September 1996

Wegen angeblicher Bereitstellung von Diensten außerhalb des Fachbereichnetzes wurde mit der Sperrung des Benutzerbereiches www (umbenannt in wwwwbs) gedroht.

9. Eingriffe am 30. Januar 1997

Unangekündigte Lahmlegung der gesamten Mailinfrastruktur (automatisches Versenden von Fehlermeldungen an die Benutzer, wiederkehrender Versand von Mails des WWW-Team, ...) durch Löschung der Datei /usr/lib/sendmail bzw. des Symlinks sendmail8 auf dem Rechner quepasa. Konsequenz: vom Rechner quepasa kann kein Benutzer mehr Mails verschicken.


www@cs.tu-berlin.de
8. Februar 1997 Bachelor Ghostwriting